WORKFLOWS

Digitization Projects in GLAM and Research Institutions
  • Die Nutzung digitaler Technologien für das kulturelle Erbe verlangt interdisziplinäre Kooperation jenseits der Komfortzone. Der Dialog zwischen geistes- und kulturwissenschaftlicher Forschung, Kuration und Storytelling einerseits sowie Datenmanagement, Softwarelösungen und digitaler Präsentation andererseits ist ebenso notwendig wie intensiv. Eine klare Definition von Schnittstellen und Workflows ist deswegen eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung solcher Vorhaben. Digitales Schaudepot legt ein gemeinsam mit Virtual Culture verfasstes Paper vor, in dem Überlegungen zur Strukturierung von Workflows und deren Nachnutzung vorgestellt werden. Erwachsen ist das Paper aus dem DARIAH Theme Call 2022-2024 on Workflows und wurde an der DARIAH-Tagung in Lissabon (19.—21. Juni 2024) vorgestellt.
  • Publikation: Juni 2024
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Digitale Kulturprojekte umfassen zahlreiche Arbeitsschritte von konzeptionellen Überlegungen zum Datenmanagement, über die Entwicklung eines Storytelling bis hin zur Entscheidung, welche Lösungen für Technologie und Design verwendet werden sollen. Die Herausforderung erhöht sich dadurch, dass diese Schritte von jeweils unterschiedlichen Expert:innen und/oder Teams übernommen werden. Der klaren Definition von Workflows und der Bewirtschaftung von Schnittstellen kommt in derart hochgradig kollaborativen Projekten also eine zentrale Bedeutung zu. Sie sind auch für die Kalkulation der Kosten sowie die Zeitplanung unverzichtbar.

Die Nutzung digitaler Technologien für das kulturelle Erbe ist vielversprechend, wenn sie auf einem Dialog zwischen Expert:innen unterschiedlicher Disziplinen beruht. Dabei ist entscheidend, dass Geistes- und Kulturwissenschaftler:innen ihre Bestände datenförmig zu denken lernen und digitale Technologien und Tools so weit verstehen, dass sie ihre genuinen Bedürfnisse an die Entwickler:innen formulieren können. Im Gegenzug müssen Tech-Entwickler und -Anbieter die Anliegen von GLAM Institutionen kennen, $um passende Lösung für heterogene Bestände und spezifische Anforderungen zu entwickeln, die zugleich den internationalen Standards (FAIR, LOUD & CARE) entsprechen.
Ein Historiker mit professionellem Hintergrund als Informatiker, eine Absolventin des Studiengangs Digital Humanities sowie ein Museumskurator erläutern im Gespräch ihre Sicht auf die Herausforderungen eines solchen Dialogs.
Hier geht es zu den Interviews mit Sorin Marti (RISE, Universtät Basel), Jo Meier (Digital Humanist) und Esau Dozio (Antikenmuseum Basel).

Autor:innen: Lucas Burkart, Peter Fornaro, Jane Haller
Published by: Virtual Culture, Switzerland
Editorship and Graphic Design: Virtual Culture, Switzerland